Projektbericht – Inbetriebnahme in Chile

Projektbericht – Inbetriebnahme in Chile

Die Stadt

Die Mine liegt bei der chilenischen Stadt Calama auf einem Zwischenhochplateau auf über 2.000 m über dem Meeresspiegel in der Atacama-Wüste – fernab jeglicher Zivilisation. Der Ort hat 140.000 Einwohner von denen die meisten beruflich mit der Kupfermine verbunden sind. Die Stadt gilt mit einem Jahresniederschlag von 0 mm als trockenster Ort der Erde – Vegetation existiert faktisch nicht. Die Mine selbst liegt etwa 15 km von der Stadt entfernt.

Chuquicamata-Mine (links), Atacama-Wüste mit den Anden (rechts)
Chuquicamata-Mine (links), Atacama-Wüste mit den Anden (rechts)

Die Mine

Die Chuquicamata Mine ist die größte Kupfer-Tagebaumine der Welt. Die Mine wurde bereits 1915 in Betrieb genommen. Der Tagebau ist heute 4.300 m lang, 3.000 m breit und 850 m tief. Es ist das größte von Menschen geschaffene „Loch“ der Welt; es soll in den kommenden Jahren auf 1.300 m vertieft werden. Die Mine fördert täglich 180.000 Tonnen Gestein aus dem 2.500 Tonnen Kupfer gewonnen werden.

2006-10-2

Das Projekt

Unser Kunde, ein renommierter deutscher Hersteller von Schüttgutförderanlagen, realisiert eine Materialflussanlage für das abgebaute Gestein; die Anlage dient dazu, das Gestein über weite Strecken aus der Mine herauszutransportieren um es der Weiterverarbeitung zuzuführen.

2006-10-3Zur eingesetzten Technik gehören neben Stetigförderern auch Bagger, die an verschiedenen Stellen des Prozesses immer wieder benötigt werden, um den Rohstoff nach Lagerung und Weiterverarbeitung wieder den Transporteinrichtungen zuzuführen.
Wie so oft vor der Fertigstellung von Großprojekten wurde es in den letzten Monaten nochmals so richtig hektisch – schließlich sollte der vereinbarte Termin eingehalten werden. Für die beteiligten Inbetriebnehmer bedeutet dies immer wieder eine besondere Herausforderung.

2006-10-4Unser Mitarbeiter
Der 36-jährige Stefan Wilhelm ist als Elektrotechniker seit mehreren Jahren als Inbetriebnehmer für MGA im Einsatz. Er verfügt über Erfahrung in unterschiedlichen Branchen: Er ist im Bereich der Postdienstautomatisierung ebenso zu Hause wie im Bereich von Förderanlagen für Luftfracht. Und obwohl er zu unseren besonders „leidensfähigen“ Mitarbeitern gehört (so hat er an Weihnachten 2005 eine Luftfrachtanlage auf dem Flughafen von Madrid im Freien [!] in Betrieb genommen) meint er zu diesem Einsatz: “Jeder, der hierher kommt, muss sich dessen bewusst sein, dass es anders sein wird als er es sich vorgestellt hat – und damit meine ich noch nicht einmal die klimatischen Bedingungen …“

Dieser Projektbericht erschien als MGA-Newsletter 4 (PDF, 255 KB)

2006-10-Newsletter-4